Die Auto-Neuheiten 2006. Teil 3: Von Fiat bis Jaguar Fiat kehrt 2006 zurück in die Klasse der Geländewagen. Im Juni bringen die Italiener das kleine SUV Sedici (zu Deutsch: sechszehn) auf den Markt und wollen schon im März bei den Olympischen Winterspielen die IOC-Mitglieder mit dem Fahrzeug durch Turin shutteln. Möglich wurde das Comeback von Fiat durch die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit Suzuki: Die Japaner sind ausgewiesene Allradspezialisten und produzieren den Sedici wie auch ihr eigenes, praktisch baugleiches Pendant SX4 im ungarischen Werk Esztergom. Für den 4,11 Meter langen Sedici stehen zwei Motoren zur Auswahl: ein 1,6-Liter-Benziner mit 79 kW/107 PS und ein 1,9-Liter-Multijet-Diesel mit 88 kW/120 PS. Der Selbstzünder stellt ein Drehmoment von 280 Nm bereit und ist serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgerüstet. Der Fahrer kann über eine Taste zwischen reinem Frontantrieb und einem sich dann automatisch zuschaltenden Allradantrieb wählen, der die Kraft bei Bedarf variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Zudem kann die Kraftverteilung im Verhältnis 50:50 gesperrt werden. Schon im Januar kommt der Offroad-Ableger des Panda, der Cross, auf den Markt. Wuchtige Stoßfänger und Seitenschutzleisten, Radhausabdeckungen, ein Unterbodenschutz in Aluoptik und die höhergelegte Karosserie verleihen dem Fahrzeug einen robusten Auftritt. Auf asphaltierten Straßen erfolgt die Kraftübertragung allein auf die Vorderräder, auf rutschigem Untergrund können bis zu 70 Prozent des Antriebsmoments auf die Hinterräder geleitet werden. Zugleich kann eine Differenzialsperre für noch mehr Traktion manuell aktiviert werden. Ford: Ford bringt 2006 zwei neue Vans auf den Markt. Als klassische Großraumlimousine kommt Mitte des Jahres der neue Galaxy mit frischem Design, verbesserter Qualitätsanmutung und umfangreicher Ausstattung zu den Händlern. Das Fahrzeug mit bis zu sieben Sitzen wird nicht mehr - wie noch der Vorgänger - gemeinsam mit dem VW Sharan in Portugal produziert, sondern in Ford-Eigenregie im belgischen Genk. Zwischen dem Galaxy und dem fünfsitzigen Focus C-Max haben die Kölner außerdem eine Lücke im Modellprogramm entdeckt, die sie zur Jahresmitte mit dem neuen SAV füllen wollen. Das Fahrzeug soll Züge der neuen Designlinie des Hauses tragen und eher als Sport-Van denn als komfortables Raumwunder positioniert werden. Dritte wichtige Neuheit ist das Focus Cabrio, ein Viersitzer mit versenkbarem Stahlklappdach, den Ford bei Pininfarina bauen lässt. Im Herbst soll das Cabrio die Focus-Baureihe erweitern. Honda: Bei Honda steht das Jahr 2006 im Zeichen des Civic. Die achte Generation des Kompaktwagens kommt im Januar anlässlich des traditionellen Honda-Frühstücks zu den Vertragshändlern. Der futuristisch gestaltete Fünftürer soll die Japaner zurück in die Erfolgsspur bringen. Zum Marktstart bietet Honda zwei Benzinmotoren mit 61 kW/83 PS und 103 kW/140 PS sowie einen Diesel mit ebenfalls 103 kW/140 PS an. Mitte des Jahres folgt außerdem eine Hybridversion des Civic mit kombiniertem Verbrennungs- und Elektroantrieb, die allerdings nur in Verbindung mit der in Europa wenig populären Stufenheckversion erhältlich sein wird. Ende 2006 stellt Honda darüber hinaus eine optisch eigenständige und betont sportlich positionierte dreitürige Karosserievariante des Kompaktwagens vor. Neben den Civic-Neuheiten steht außerdem das Flaggschiff der Japaner, der neue Legend, in den Startlöchern. Die Limousine der oberen Mittelklasse wird von einem 3,5-Liter-V6 angetrieben, der seine Kraft mittels eines innovativen Allradsystems an alle vier Räder verteilt.